Allerauto

Anbieter

Regio- & EG Aller-Leine eG

Angebot

Nachbarschafts-E-Carsharing

Ort

Dörverden / Westen

Landkreis

Verden

Fahrzeuge / Ladepunkte

Fünf E-Autos

Kontakt

Corbinian Schöfinius
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Das Angebot

Die Regional- und Energiegenossenschaft Aller-Leine-Weser eG ist, wie der Name schon sagt, an der Entwicklung des Aller-Leine-Tals interessiert. Aus einer Initiative von aktiven Menschen, insbesondere aus Westen bei Dörverden, ist das eCarSharing allerauto entstanden, welches die Genossenschaft seit 2018 betreibt. Es besteht derzeit aus fünf Fahrzeugen, unter anderem auch zwei Nissan e-NV200, an zwei Standorten. Die Standorte befinden sich in Dörverden-Westen (LK Verden) und Schwarmstedt (LK Heidekreis) und somit im ländlichen Raum. Zu einheitlichen, attraktiven Stundenpreisen können die Fahrzeuge gebucht werden. Die Nutzung am Standort in Westen ist nachbarschaftlich geprägt, das heißt dass es in erster Linie von Menschen genutzt wird, die sich zum großen Teil kennen und auch untereinander vernetzt sind. Die Auslastung ist vergleichsweise hoch, ebenso die Anzahl der angemeldeten Nutzer*innen pro Standort. Die Fahrzeuge werden vor allem für Schulfahrten und kurzfristige Besorgungen und Erledigungen gebucht. Besonders ist bei diesem Projekt, dass auf LEADER-Mittel der Europäischen Union zurückgegriffen werden konnte. Das ermöglicht unter anderem die attraktiven Preise.

Erfolgsfaktoren und Besonderheiten

Die LEADER-Mittel der EU, ohne die das Projekt in der Form nicht möglich gewesen wäre, stellen eine deutliche Besonderheit des Vorhabens dar. Wichtig war hier auch die Unterstützung durch die entsprechende örtliche Vernetzungsstelle, die insbesondere bei der Mittelbeantragung unterstützt hat. Daneben sind die Offenheit und Aufgeschlossenheit der Menschen vor Ort gegenüber dem E-Carsharing und alternativen Mobilitätsangeboten wesentliche Erfolgsfaktoren. Dies führt zu einer großen Anzahl an angemeldeten Nutzer*innen und garantiert eine hohe Auslastung, was wiederum die Wirtschaftlichkeit und moderate Preise sicherstellt. Auch die regelmäßige Kommunikation mit und zwischen den Nutzer*innen trägt zum Gelingen des Projekts bei. Durch das Angebot am Standort Westen wurden bereits mehrere private Autos abgeschafft.

Hürden, Hindernisse und Risiken

Die Beantragung der LEADER-Mittel für das Projekt war eine große Hürde und mit sehr viel Aufwand verbunden. Das damit verbundene Risiko ist die Ungewissheit, ob die Förderung tatsächlich gewährt wird oder ob viel Arbeit umsonst ist. Ein weiteres Hindernis im Projekt ist die Schwierigkeit, weitere Standorte zu realisieren, die mit den Fördermitteln noch etabliert werden könnten. Hier fehlt es häufig an motivierten Gruppen vor Ort, die den nicht unerheblichen zeitlicher Aufwand aufbringen wollen. Weitere Risiken sind das Wegfallen von so genannten „Kümmerern“ und die Tatsache, dass der einheitliche Stundenpreis bei längeren Strecken (z.B. für Lieferungen) ausgenutzt werden kann, da damit gerade so die Stromkosten gedeckt werden. Üblicherweise wird dieses Risiko durch einen Kilometerpreis minimiert.
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